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Autofrei am Albulapass
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, 10. Oktober 2009 um 18:37

Über 300Km an einem Tag

 

Für heuer hatte sich unser Club(www.liegeradclub-vorarlberg.at) dafür ausgesprochen am Autofreien Tag(6. Sept. 2009) den Albulapass zu befahren.
Erst wollte ich gar nicht mit, hatte mich aber kurzfristig dafür entschieden und zwar für die Strecke Dornbirn - Albulpass - Dornbirn.

Teils weil ich nicht mit dem Auto bis Filisur und danach wieder zurück fahren wollte, teils als Standortbestimmung weil ein Kollegen (Helge) für nächstes Jahr den Plan gefasst hatte
Trondhein - Oslo zu fahren und ich in meinem Jugentlichen Leichtsinn gleich gesagt hab da fahr ich mit.

Jedenfalls sind wir am Sonntag in der früh um 3:30 Uhr gestartet und bei noch angenehmen Temperaturen fröhlich in den Morgen gefahren.
Wir wahren so guter Dinge das wir gleich am Anfang schon einen Umweg von ca. 10Km machten.

Auf jeden Fall kamen wir sehr gut vorwärts , obwohl die Sicht auf dem Rheinradweg nicht gerade gut war. Im dunkeln war der Wegrand oft nur zu erahnen,
wir sind aber Unfallfrei durchgekommen.

So bei Chur wurde es endlich hell genug, leider auch sehr kalt (7Grad) und wir konnten, nach einer kurzen Essenpause, mit erhöther Geschwindigkeit weiterdüsen.

Nach Chur musst sich Helge besser anziehen da er sich wie ein Eiszapfen gefühlt hatte.
Dannach gings mit frischem Mut weiter, bei gemässigten Steigungen machten wir Kilometer um Kilometer gut bis vor Tusis.

Nach Tusis zeigten uns die Berge was sie noch mit uns vor hatten, es wurde richtig schnell steiler. Denn von Tusis nach Filisur waren es noch
fast 20 Km mit etwa 300 Höhenmeter.
Am Berg hat sich gezeigt das Helge etwas langsamer war, so hab ich immer wieder kurze Zeit gewartet damit wir zusammen fahren konnten.
Dabei lief uns die Zeit davon, wollten wir doch bis 9:00 Uhr am Treffpunkt in Filisur sein.

So habe ich mich dann immer mehr abgesetzt damit unser Kollegen nicht ohne uns zum Aufstieg starteten.

Gott sei dank gab es zwischen Tusis und Filisur auch lange ebene Wegstücke, auf diesen Teilstücken konnte Helge immer Zeit gut machen da
er für flachen Strassen das schnellere Rad hatte.

Am ende mussten wir nicht mal warten denn bis wir uns zusammentelefoniert hatten war Helge schon zur Stelle.

Nach kurzer Beratung, für mich etwa 30min Pause, haben wir den Aufstieg in Angriff genommen.

Die ersten Kilometer gings moderat steigend dahin, keine Probleme.
Die Gegend war schön zu fahren, wogegen der Fahrbahnbelag nicht gerade zur guten Sorte zu zählen war. Gestört hat das aber erst am runterfahren.

Dann wurde es wesentlich steiler.
Kilometer um Kilometer kämpfte ich mich nach oben, hatte nur in den kurzen pausen einen Blick für die schöne Welt um mich herum.
Zweimal musst ich mich dem Berg geschlagen geben, somit bin ich 1Km oder 1,5Km gelaufen. Hat mir aber auch nichts ausgemacht,
schliesslich musste ich höchsten mir selber was beweisen

Am ende war ich einfach Glücklich oben zu sein. Mit moralischer Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen gings einfach besser.

Am Pass war einiges los, ein kommen und gehen von Radler. Kein Platz in der Hütte, also hab ich draussen in der Sonne gegessen, mmhhh tat das gut.
Ein bischen zugig war es schon aber mit Jacke gings ganz gut.

Um ca. 15:00 Uhr machten sich alle zur Abfahrt bereit, das hiess anziehen wie im Winter, abwärts wirds kalt.

Aus Angst vor überhitzten Felgen ging ich das ganze dann recht ruhig an. Kaum über 50 Km/h, dazu machte sich der sehr schlechte Teerbelag doch unangenem
bemerkbar. Schon ziemlicht weit unten passierten wir eine Gefährliche Kurve mit sehr welligem Belag. An dieser Stelle hatten doch einige Radler ziemliche Schwierigkeiten.

In Filisur sammelten wir uns dann zur Heimfahrt, denn es hatten sich noch drei dazu entschlossen mit uns die 150Km nachhause zu fahren.

Danke an Jessica, Werner und Alfred. So waren wir zu fünft und der Heimweg wurde dadurch noch kurzweiliger als sonst.

Bei Sonnenschein gabs keine Besonderheiten auf dem Weg zurück Richtung Rankweil, Götzis, Hohenems und Dornbirn.

Es war eine Tolle Fahrt die ich nicht missen möchte.

Danke an meine Kolleginnen und Kollegen.