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Schötz 2008

Vorbereitung für Schötz 2008

 

 

Den Entschluss zu diesem Rennen habe ich irgendwann im Februar gefasst da die Organisatoren der Kraftwerkstrophy noch immer keinen geeigneten Ort bekannt gegeben hatten.

 

Seit Anfang April habe ich meine Täglichen Fahrten von 20Km auf 30-40Km drei mal die Woche erhöht.

Trainieren tu ich mit dem Trike da mir das Wetter für den Liegerenner nicht schön genug war.

 

Im Mai habe ich bis jetzt 20.05. 08 zu wenig trainiert, Probleme und die Lieger der Kinder wollen auch nicht fertig werden.

 

23.05.08 Endlich ist das Liegerad meiner Tochter fertig, natürlich gibt es immer wieder
kleine Änderungen.

 

13.06.08    Seit zwei Wochen habe ich keine richtige Trainingsrunde mehr gemacht. Wenn ich mal Zeit hatte war das Wetter zu schlecht.
Das Material für die Heckhutze ist auch noch nicht bestellt, dazu habe ich seit einer Woche eine Rippenprellung vom Ju-Jutzu Probetraining, was aber Gott sei dank langsam abheilt.

 

25.07.08 Das Training hält sich in Grenzen leider, zum einen ist das Wetter durchsetzt zum
anderen muss ich unbedingt die Heckverkleidung fertig mache was mehr arbeit ist als ich angenommen habe.

Die letzten drei Wochen habe ich jeden Tag an der Verkleidung gearbeitet und dieses Wochenende wird sie auch fertig werden.

 

In der Zeit bin  ich mehr am Hometrainier gefahren um nicht zu sehr abzufallen. Seit Montag bin ich wieder verstärkt am Rad unterwegs. Gestern 24.07.08 bin ich mit dem Trike (Gesamtgewicht 25Kg) auf die Fluh bei Bregenz gefahren. Ca. 15% Steigung auf 5Km.

 

Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, noch eine Woche Training dann 2Tage pause vor dem Rennen. Die Verkleidung ist fertig noch ans Rad anpassen und testen.

 

02.08.08 Trainingsfahrt nach Feldkirch und zurück ohne Verkleidung zufriedenstellende Leistung für mich.

 

03.08.08 Trainingsfahrt mit Verkleidung nach Feldkirch. Leider bin ich bei Götzis in ein Radrennen geraten(Österreichcup), dadurch musste ich eine Umleitung nehmen und auch mal anhalten. Am zurück hatte ich sehr starken Gegenwind. Dennoch war ich gleich schnell wie am Vortag ohne Verkleidung. Optimist wie ich bin schreibe ich das ganz der Verkleidung zu, sie nützt was.

 

04.08.08 Durch das bauen bin ich mit dem Training nicht im soll. 2 vielleicht 3 Tage noch wird trainiert, dann muss ich’s nehmen wie es kommt. Aufgegeben wird jedenfalls nicht.

 

 

 

Mein Bruder kommt mit um meine Betreuung zu garantieren. Bin schon sehr gespannt und auch aufgeregt.

Ich denke die größte mentale Hürde wird die Nacht sein. Ich versuche mich jetzt schon darauf einzustellen. Alles andere ist unwägbar, habe keinerlei Erfahrung auf langen strecken.

Ich werde versuchen ca. 38Km/h Durchschnitt zu fahren, keine Kraftraubenden Eskapaden, keine Zweikämpfe wie sie mir auf kurzen Distanzen immer so viel Spaß gemacht haben, auch wenn sie mich eine bessere Platzierung gekostet haben.

 

Am Wochenende geht’s nur darum anzukommen, das soll zu erreichen, mich und meine Familie nicht zu enttäuschen, zu bestätigen das die ganze Arbeit nicht umsonst war.

 

07.08.08 Nach mehreren Tiefpunkt Phasen überwiegt jetzt die gespannte Erwartung und Freude auf das Rennen.

600Km schaff ich auf jeden Fall, 800 sind das Ziel fürs erste mal.
Ich habe einige Rechenbeispiele gemacht.
38Km/h, 23Stunden lang = 874Km
35Km/h, 23Stunden lang = 805Km
32Km/h, 23Stunden lang = 736km
30Km/h, 23Stunden lang = 690Km
Jedes Ergebnis unter 600Km währen für mich eine persönliche Niederlage. Das wären weniger als 26Km/h Schnitt.
Warum ich immer mit 23 Stunden rechen ist ganz einfach. Ich habe bei langen Fahrten immer Probleme nach längern Pausen meinen Rhythmus wieder zufinden.
Deshalb will ich so kurze Pausen wie nur möglich machen. Nur etwa alle 3Stunden, so lange reichen mir die Flaschen am Rad.

 

 

Das Rennen

 

Ankunft:

 

Am Freitag, kurz vor 17:00 Uhr, sind wir in Schötz angekommen. Noch nicht viele Teilnehmer sind da.

Das Zelt ist schnell aufgebaut, die Verkleidung ist auch schnell montiert, kurze Proberunde, scheint alles in Ordnung zu sein also das Rad im Zelt verstauen und Abendessen gehen.

Eingeschlafen bin ich erst sehr späht, habe aber ganz gut geschlafen obwohl es ins Zelt geregnet hat.

 

Samstag:

Das Frühstück haben wir um ca. 8:00 im Coob geholt. Dann ein bischen herumstreunen, schauen ob die anderen Liegeradler schon da sind ein bischen quatschen. Mittagessen und Briefing. Die Zeit totschlagen bis zu den Startvorbereitungen.

 

Kurz nach 15:00 endlich geht’s los. 15:30 ist Startaufstellung. Wir Liegeradler starten 5Minuten nach den anderen.

 

Und ab geht’s. Wir warten erst mal alle bis Benhard Böhler seine Karosse geschlossen hat und anfährt. Dann geht’s gemütlich mit so 38Km/h in die erste Runde. Ich stelle mich auf möglichst lange Fahrzeiten ein, ausgemacht sind 3Stunden fahren, flüssiges nachfüllen, Riegel essen, weiter. Runde um Runde fahr ich gleichmässig mit über 33km/h Durchschnitt.

Der Hintern macht sich allerdings schon nach 2Stunden bemerkbar. Da haben wir aber einen brauchbaren Tipp erhallten. Wir haben ein Tuch  zusammengelegt zu einer einige Zentimeter dicken Wurst und unter das Polster gelegt, das hat wunderbar funktioniert.

So wurde es langsam dunkel, ab 8:30 mussten alle Lichter montiert und eingeschaltet haben.

Das Organisationskomitee hat ganze Arbeit geleistet und die Betreuer früh genug informiert das Lichter montiert werden müssen.

Mit der Dunkelheit kam auch die Kälte und es wurde reichlich kalt.

Bei jedem zweite Stop hab ich noch mal ein shirt angezogen bis ich warm genug hatte.

 

Entgegen meiner Erwartung habe ich mit der Müdigkeit kein Problem. Für mich gibt es allerdings fünf Punkte auf der Strecke die ich mit besonderer Aufmerksamkeit durchfahre, ganz besonders in der Nacht.

 

Gegen Sonntag morgen 3:30 Uhr tut mir das rechte Knie so weh das ich mich für 45 Minuten hinlege.

Danach geht’s erst mit 1 ½ Stunden turns dann mit 1Stunden turns weiter.

 

Sonntag morgen ca. 11:00 Uhr inzwischen tun mir beide Knie weh, das rechte so stark das ich die Geschwindigkeit beim ansteigenden Streckenteil auf 26Km/h reduzieren muss bei den stärkeren Steigungen sogar unter 20Km/h.

 

Sonntag 13:30 nichts geht mehr, das rechte Knie schmerz so stark das ich keine Umdrehung  mehr treten kann, eine lange Pause ist angesagt. Die Knie werden  mit kaltem Wasser gekühlt, das tut gut.

 

Sonntag 15:30, auf zur letzten runde, ich quäle mich um den Kurs und endlich ist es vorbei.

Kann kaum aus dem Rad aufstehen, laufen geht noch einigermaßen. Hinsetzen und aufstehen ist ohne Stütze praktisch unmöglich.

 

Dienstag 12.08. 2008 Die Schmerzen in den Knien sind schon vorbei, ich kann normal Treppen hinunter und hinaufsteigen nur Kniebeugen gehen noch nicht.

 

Bin bereits an der Planung für ein neues Rad, das alte ist nicht mal Amateurstandard wie ich gemerkt habe. Ich weiß ja nun ziemlich genau was für nächstes mal zu verbessern ist, am Rad sowie in der Vorbereitung als auch im Rennen.

 

 

Aktualisiert ( Samstag, 10. Oktober 2009 um 18:09 )
 
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